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Geschichtchen aus dem Krieg

Allgemeine Diskussionen über den "War between the States"

Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Johnny Reb » Mi Feb 23, 2005 12:01 am

Am Anfang des Krieges mußte ein junger Soldat aus dem Süden, im Wald Wache schieben. Auf einem Baum saß eine Eule, er hatte noch nie eine gesehen, die Eule machte huuu - gleichlautend mit Who - und der Soldat rief schlotternd: " Ich Sir, John Albert, gut Freund !
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..Die Überlebenden des Krieges zollten sich Respekt und viele reichten sich später die Hand ! Es soll mir also bitte keiner erzählen, er könne nicht in blau gehen, weil sich sonst Irgendwer im Grab herumdreht..
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Johnny Reb » Mi Feb 23, 2005 12:09 am

Schon von Kriegsbeginn an, flüchteten sich Sklaven zur Unionsarmee. Lincoln verfügte, daß diese an ihre Besitzer auszuliefern seien, weil er keinen Krieg gegen die Sklaverei, sondern nur zum Erhalt der Union führe. Gen. Butler (the Beast) war der erste der daran rüttelte und Sklaven als Arbeitskräfte für die Unionsarmee arbeiten ließ. Er begründete dies folgendermaßen:
" Das Gesetz zur Auslieferung entflohener Sklaven gilt ja nicht für ein fremdes Land und genau das beansprucht Virginia ja zu sein. So darf es sich nicht wundern wenn es zumindest in diesem Punkt beim Wort genommen wird."
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Elisha Hunt Rhodes » Mi Feb 23, 2005 11:41 pm

Nach Malvern Hill kursierte eine Geschichte in der konföderierten Armee über Maj.Gen. John Bankhead Magruder, Jahrgang 1830, der 30 Jahre bei der 1st US-Artillerie zugebracht hatte. Er sah seine alte Batterie auf dem Hügel und befahl seiner Division, sie zu erobern. Mit jener Todesverachtung, die sie legendär machte, stürmte die Rebelleninfanterie vor - und wurde mit einem Hagel von Schrapnellen von den Geschützen empfangen, die nun vom 22jährigen Edmund Kirby, Jahrgang 1861, kommandiert wurden. Nach drei Versuchen war der Boden mit Leichen bedeckt. Magruder schüttelte seinen Kopf und rief aus: "Ah Jungs, ich wusste, ihr könnt meine alte Kompanie E nicht überrennen!"
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Stonewall Jackson » Do Feb 24, 2005 3:45 pm

Elisha Hunt Rhodes hat geschrieben:Nach Malvern Hill kursierte eine Geschichte in der konföderierten Armee über Maj.Gen. John Bankhead Magruder, Jahrgang 1830, der 30 Jahre bei der 1st US-Artillerie zugebracht hatte. Er sah seine alte Batterie auf dem Hügel und befahl seiner Division, sie zu erobern. Mit jener Todesverachtung, die sie legendär machte, stürmte die Rebelleninfanterie vor - und wurde mit einem Hagel von Schrapnellen von den Geschützen empfangen, die nun vom 22jährigen Edmund Kirby, Jahrgang 1861, kommandiert wurden. Nach drei Versuchen war der Boden mit Leichen bedeckt. Magruder schüttelte seinen Kopf und rief aus: "Ah Jungs, ich wusste, ihr könnt meine alte Kompanie E nicht überrennen!"


Was soll man dazu sagen? Ist das Arroganz, oder Menschenverachtung! Nur um sein Ego zu bestätigen hat Magruder zig Menschen verheizt!
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Old Warhorse » Do Feb 24, 2005 3:49 pm

Vor dem Krieg hatte A.P.Hill um die Hand der Frau angehalten, die später Mrs. McClellan wurde.
Also Hills "Light Division" schließlich während 7 Days den Unionisten ständig zusetzte, brachte dies einen Yankee zum Ausruf "Damn, Nellie, why didn`t you marry him?"
Zuletzt geändert von Old Warhorse am Sa Dez 31, 2005 11:52 am, insgesamt 1-mal geändert.
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Elisha Hunt Rhodes » Do Feb 24, 2005 4:37 pm

Auch dieses mal nix zum lachen:

"Als Frank McElhenny 1862 zum Feind überlief und später zu seinen eigenen Linien zurückdessertierte, hatte er das Pech, genau seiner alten Einheit in die Arme zu laufen. Er wurde verurteilt und das Datum seiner Exekution auf den 8. August 1864 festgesetzt. Die Hände gefesselt und seine Augen verbunden, stand er einige Schritte entfernt vor dem Exekutionskommando. Als sie feuerten fiel er von fünf Kugeln getroffen zu Boden, aber er lebte noch. Ein anderes Kommando schoss ihm weitere acht Kugeln in die Brust, bevor er starb.
Anderen erging es noch schlechter. In der Army of Tennessee standen 1862 zwanzig Konföderierte zwölf Schritte von einem Verurteilten entfernt und verletzten ihn nur leicht. Vier weitere Soldaten feuerten auf ihn, doch noch immer atmete er. Schließlich feuerten alle 24 Mann und töteten ihn mit einer Salve, die eine ganze Gruppe des Feindes niedergemäht hätte.
Als ein Pennsylvanier exekutiert werden sollte, saß er nach der ersten Salve noch aufrecht auf seinem Sarg. Ein zweites Kommando eröffnete das Feuer, er fiel, stand wieder auf und saß noch immer auf seinem Sarg. Das dritte Kommando tötete ihn schließlich.
Wahrscheinlich am schlimmsten war die Exekution von zwei "bounty jumpers". [...] George Elliot und Edward Latham vom 14th Connecticut wurden gerichtet und zum Tode verurteilt. Der 18. September 1863 wurde als Todesdatum festgesetzt. Das gesamte Ritual, Augenbinde, Gebete, Verlesung des Urteils, geschah ohne Zwischenfall. Schneidig gaben die beiden Verurteilten sich und dem kommandierenden Offizier die Hand und setzten sich auf ihre Särge. Nachdem sich der Rauch der ersten Salve verzogen hatte, sah man, dass Elliot, offensichtlich tot, zu Boden gefallen war. Latham jedoch saß immer noch aufrecht auf seinem Sarg und riss sich fieberhaft die Binde von den Augen um zu sehen, was passiert war. Sofort wurden zwei Mann nach vorne beordert, um ihn zu erledigen, während er dort saß und ihnen "wild in die Gesichter starrte". Beide Gewehre versagten den Dienst, und Lathams alte Kameraden in den Reihen wünschten sich, er stünde einfach auf und liefe davon. Er hatte dem Tod zweimal ins Gesicht gesehen, und das war genug. Augenscheinlich war er jedoch zu sehr von Angst ergriffen, um sich zu bewegen. Schließlich rannte der kommandierende Offizier zu ihm hin und drückte seine Pistole gegen Lathams Schläfe. Auch sie versagte ihren Dienst, und immernoch saß er da wie ein verstörtes Kaninchen. Beim nächsten Versuch jagte der Offizier endlich eine Kugel in Lathams Kopf.
Währenddessen rappelte sich der vermeintlich tote George Elliot wieder auf und betrachtete, aus einer schmerzhaften Wunde im Unterleib blutend, die Szene. "Blast mir das Gehirn aus dem Schädel!" flehte er das Kommando an. Der Offizier versuchte es, aber erneut wollte seine Pistole nicht feuern, und erst zwei weitere Gewehrkugeln bescherten Elliot sein Ende. Selbst dann noch, als der geschockte Offizier nach den makaberen Ereignissen der letzten Minuten nicht sicher sein konnte, ob beide auch wirklich tot waren, ließ er zwei weitere Schützen feuern. Ein Geschoss riss Elliot das halbe Gesicht weg, und Latham wurde aus solch kurzer Distanz ins Herz geschossen, "dass sich seine Kleidung am Mündungsfeuer entzündete". [...]"
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Stonewall Jackson » Di Mär 01, 2005 7:14 pm

Habe lange überlegt, was man dazu sagen soll! Aber ehrlich mir fällt dazu nichts ein!
Wie müssen sich die betroffenen auf beiden Seiten gefühlt haben, wenn bis zu 3 oder 4 Schüsse notwedig waren um zu sterben?
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Elisha Hunt Rhodes » Di Mär 01, 2005 7:31 pm

Ja, es ist einfach schrecklich und entwürdigend! Aber auch diese Seite des Krieges sollte man nicht ausklammern, deswegen dachte ich, ich stell es mal hier rein.
Wie sagte Jefferson Davis so passend :"Der schlechteste Gebrauch, den man von einem Soldaten machen kann, ist, ihn zu erschießen.".
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Stonewall Jackson » Di Mär 01, 2005 7:45 pm

Gut da hat er recht, aber die Äußerung an sich ist eigentlich auch etwas geschmacklos!
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Elisha Hunt Rhodes » Di Mär 01, 2005 8:54 pm

Ja, aber man muss dazusagen: Die Aussage bezog sich auf zum Tode verurteilte Desserteure, deren Urteile Davis nachträglich abmilderte...
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon rebel heart » So Mär 20, 2005 2:25 pm

Mir ist heute noch eine Anekdote aus "Für die Freiheit sterben" eingefallen:
Auf dem Rückzug der ANV nach der Schlacht von Sharpsburg leistete es sich eine Marschkapelle, "Maryland, My Maryland" zu spielen. Auf allegmeinen Protest hin spielten sie dann ein passenderes Lied: "Carry me back to Old Virginny".
"Beide Seiten verachteten Krieg, doch die eine war eher bereit Krieg zu führen als die Nation überleben zu lassen, die andere war eher bereit Krieg hinzunehmen als sie untergehen zu lassen. Und der Krieg kam."
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Old Warhorse » Do Mär 24, 2005 8:44 pm

rebel heart hat geschrieben:Mir ist heute noch eine Anekdote aus "Für die Freiheit sterben" eingefallen:
Auf dem Rückzug der ANV nach der Schlacht von Sharpsburg leistete es sich eine Marschkapelle, "Maryland, My Maryland" zu spielen. Auf allegmeinen Protest hin spielten sie dann ein passenderes Lied: "Carry me back to Old Virginny".


Gleiches Buch, ähnliche Episode. Am Vorabend der Schlacht von Murfreesboro lieferten sich graue und blaue Kapellen ein musikalisches "Duell." Die einen spielten "Dixie" und "Bonnie Blue Flag", die anderen "Hail Columbia" und "Battle Cry of Freedom". Schließlich spielten alle zusammen "Home Sweet Home."
Zuletzt geändert von Old Warhorse am Sa Dez 31, 2005 11:58 am, insgesamt 1-mal geändert.
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Stonewall Jackson » Do Mär 24, 2005 8:49 pm

Ja es ist schon komisch mit so Bürgerkriegen, obwohl es auch aus anderen Kriegen solche Geschichten gibt, aber bei solchen Konflikten ist es eigentlich noch extremer zu erleben, wie aus Gegnern für kurze Zei :battle: :yankee: t Kameraden werden!
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RE: Geschichtchen aus dem Krieg

Beitragvon Nathan Brittles » Do Mär 24, 2005 8:53 pm

Wo las ich das noch ? Eine spontane Waffenruhe zu Weihnachten 1914 dauerte stellenweise bis April 1915 ...
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Beitragvon Old Warhorse » Sa Mai 07, 2005 2:05 pm

Hab` da vor kurzem in Cattons "A Stillness at Appomatox" auch was Nettes gelesen und geb`s mal so ungefähr wieder:

Ein Irisher Soldat kam eines Tages zu seinem Colonel und wollte Heimaturlaub, weil seine Frau krank sei und es den Kindern nicht gut gehe. Der Colonel sah ihn an und meinte: "Pat, ich habe heute Morgen einen Brief von deiner Frau bekommen, in dem sie schreibt, dass sie dich daheim nicht haben will, dass immer die Hölle los ist, wenn du da bist und dass ich dir keinen Urlaub mehr geben soll. Was sagst du dazu?"
Der Soldat antwortete, in diesem Raum gebe es zwei großartige Lügner, und er sei nur einer davon. "Ich war noch nie in meinem Leben verheiratet."

:LOL:
Zuletzt geändert von Old Warhorse am So Aug 20, 2006 3:37 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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