Willkommen bei WBTS-Forum.org !

Hallo !
Wir freuen uns immer über Besucher, aber leider gibt es im Internet zu viele Vandalen, als dass wir nicht registrierten Mitgliedern das Schreiben erlauben könnten.

Die Registrierung ist aber frei, alles was man braucht ist eine gültige Email-Adresse.

CS-Cavalry Camp in Wilsum

Marching Orders & After Action Reports - Hinweise auf Events, Mitfahrgelegenheiten, Erlebnisberichte von Reenactments, Besuche historischer Orte/Museen, &c

CS-Cavalry Camp in Wilsum

Beitragvon Hans-J. » Mi Okt 08, 2014 10:22 pm

Hier einmal ein kleiner Bericht vom diesjährigen Übungscamp der 1st CS-Cavalry 2nd Platoon um den 3. Oktober 2014 in Wilsum (Grafschaft Bentheim).

Einige Kameraden waren schon vor dem 3.10. vor Ort.
Mir war dies leider nicht vergönnt, da vom Job her wichtige Termine anstanden und ich keinen Urlaub bekommen hatte.
Aber dennoch konnte ich vom 3. bis 5. Oktober dabei sein.
Für die wenigen Tage lohnte es sich für mich nicht, einen zugstarken Pkw und Anhänger von Bekannten auszuleihen, um eines meiner Pferde zu dem Camp mitzunehmen.
Ich hatte mich darauf eingestellt, im Camp zu bleiben und die Zeit für diverse Pflege- und Ergänzungsarbeiten an meiner Ausrüstung und dem Pferde-Equipment zu nutzen. Zuhause am Stall komme ich leider nur wenig dazu, denn da stehen viele andere Arbeiten rund um die Pferdehaltung an.

Gerade als ich am Mittag des 3. Oktober auf dem Gelände eingetroffen war, kam unsere Truppe von einem 15 Km-Ausritt zurück.
Volker war sauer, weil sich sein Quarterhorse hinten ein Hufeisen abgetreten hatte und er selber diesen Schaden nicht beheben konnte. Zum Glück war das Hufeisen nicht verloren gegangen und da im Vorratszelt eine Kiste u.a. mit Beschlagwerkzeug war und Frank einige Hufnägel dabei hatte, konnte ich das Hufeisen richten und wieder aufnageln.
Dann mein Zelt aufgebaut, Auto entladen und vom Platz … endlich angekommen.

Mario war schon seit fast 10 Jahren nicht mehr aktiv dabei gewesen und klagte nach dem Ausritt über diverse Schmerzen in seinem Rücken und Hinterteil. Das Leihpferd unserer Gastgeber welches er geritten hatte, überließ er mir und so konnte ich unerwartet an den Ausritten der nächsten Tage teilnehmen.

Sehr überrascht war ich auch als hörte, dass die Nachbarn des Geländes die Trompetensignale aus dem Camp schon vermisst hatten. Oft wird man angemeckert, wenn man die historischen Hornsignale spielt. So erging es mir z.B. im Juli auf den „Trading-Days“ in Melle-Bissendorf.

Der weitere Tagesverlauf war ausgefüllt mit Gesprächen, wie es uns allen seit dem letzten Treffen ergangen ist. Die Verpflegung im Camp muss als üppig bezeichnet werden und Not musste keiner leiden.

Am nächsten Morgen blies ich pünktlich zur vereinbarten Zeit das Wecksignal und machte mich gleich an das Anheizen des Ofens und an das Aufsetzen des Kaffeewassers.
Nach dem Signal „Reveille“ versammelten wir uns zum „Rollcall“ und Corporal Manni gab bekannt wohin wir heute reiten werden und wann die Pferde zu satteln sind.
Danach „Breakfast-Call“ und ab zum Frühstück.

Das Pferd was ich reiten konnte war ein nicht allzu großer Fuchs mit heller Mähe und hörte auf den Namen „Hennes“.
Nach dem Hennes gestriegelt und sauber war prüfte ich, ob ihm der Mc. Clellan-Sattel meiner Pferde passte, was leider nicht der Fall war. Also musste ich mit dem Westernsattel vorlieb nehmen, den er sonst trägt.
Nebenbei machte ich das Pferd mit den Tönen aus meiner Signal-Trompete vertraut, denn Pferde können bei solch ungewohnten Geräuschen auch panisch reagieren und unter Umständen durchgehen. Also besser vorher üben.

An diesem Morgen waren wir 5 Trooper die in den sonnigen Tag loszogen.
Die Gegend um Wilsum ist hervorragend für Erkundungen zu Pferde geeignet. Unbefestigte Feldwege, herrliche Wege durch Wälder und Heidelandschaften, keine Hauptverkehrsstraßen, was möchte man mehr ?
Wir waren viel im Trab unterwegs und kamen gut voran.
Unterwegs kam uns eine zweispännige Kutsche entgegen, wir machten viel Platz und das Gespann konnte ungehindert passieren.

In der Heide galoppierten wir unter dem klirren der Säbel auf einem breiten Sandweg eine Anhöhe hinauf. Oben angekommen eine kleine Pause und die Aussicht in die Landschaft genossen. Volker saß derweil ab und kontrollierte bei seinem Pferd ob noch alle Hufeisen da sind und … vorne links war ein Eisen weg !
Er fluchte ohne Ende, denn er hatte in seinem Heimat-Stall die Anweisung gegeben, dass der Beschlag an seinem Pferd erneuert werden sollte und nichts war passiert.
Also ab jetzt in gemäßigtem Tempo zurück zum Camp.

Im Camp angekommen, die Pferde abgesattelt und zurück auf die Wiese gebracht, damit sie dort grasen konnten.

Nach allerlei Pflege- und Instandhaltungsarbeiten an der Ausrüstung blies ich zum „sammeln“ und Corporal Manni hielt eine Manöverkritik zum heutigen Ausritt ab.
Nach dem Überreichen eines Präsentes für unsere Gastgeber begannen das Abendessen und der gemütliche Teil des Abends.
Mehr zur Unterhaltung blies ich dann noch die Signale „Tattoo“, „Taps“ und den deutschen „Zapfenstreich“.

Am Sonntagmorgen habe ich dann alle wieder mit einem Hornsignal geweckt und anschließend schon mal das Kaffeewasser aufgesetzt.
Das Wetter war leider schlechter geworden und so ritten wir mit nur noch 4 Pferden nach dem Frühstück in den beginnenden Nieselregen los.
Aber auch im Regen ist ein Ausritt eine schöne Sache und macht Spaß. So richtig regendicht sind die grauen Uniformen aus dem groben Jeanwool aber nicht. Schnell ging die Feuchtigkeit durch bis auf die Haut, aber das war halt früher auch so.

Nach dem Essen war es für mich am Nachmittag der Zeit meine Sachen zu packen und mich auf die Heimreise zu begeben.
Ein paar schöne Tage im Kreise der Kameraden waren leider schon zu Ende.

Ein paar Fotos habe ich auch gemacht.

Blick ins Camp
Bild

Die Pferdeweide
Bild

Das Reitpferd "Hennes"
Bild

Pfannkuchen backen zum Frühstück
Bild

Die Sättel wurden mit dem Poncho vor Feuchtigkeit geschützt
Bild


Beste Grüße
Hans-J.
Benutzeravatar
Hans-J.
Corporal
Corporal
 
Beiträge: 128
Registriert: Mi Nov 02, 2011 9:38 am
Wohnort: Greven (Westf.)

Re: CS-Cavalry Camp in Wilsum

Beitragvon Hans-J. » Mo Sep 14, 2015 11:48 am

Hallo zusammen.
Da hier etwas Sendepause ist, möchte ich einmal was über unsere Aktivitäten im Nord-Westen berichten.

Wie in jedem Jahr hat unsere kleine Kavallerietruppe „1st Confederate Cavalry, 2nd Platoon“ zu Ende September wieder ihr Treffen in Wilsum in der Grafschaft Bentheim.
In diesem Jahr (2015) ist es mir durch die Anschaffung eines Pferde-Transport-Lkws und eines großen Anhängers im zurückliegenden Frühjahr endlich möglich, zwei Pferde und meinen historischen Planwagen auf dieses Camp mitzunehmen.
Das bedeutet, dass zusätzlich ein Kamerad der selbst kein Pferd besitzt einen von meinen Pferden reiten kann und unsere Truppe größer wird.
Oder wir werden den Planwagen anspannen, so dass unsere Frauen auch einmal mit auf Erkundungstouren kommen können.
Es wird also auch einmal geübt, eine Eskorte für einen Trosswagen zu bilden.

Auf jeden Fall freue ich mich schon auf dieses Camp, bei oft schönem Herbstwetter.

Bild

Der Planwagen
Bild

Viele Grüße
Hans-Jörg (Bugler)

Bild
Benutzeravatar
Hans-J.
Corporal
Corporal
 
Beiträge: 128
Registriert: Mi Nov 02, 2011 9:38 am
Wohnort: Greven (Westf.)


Zurück zu Orders & Reports



cron